der geschriebene staub 12.11.08 @ 13:12 rudL
Dieses Bild zeigt sehr deutlich wie gefährlich es ist Staub in den Wind zu schreiben. Im nu bildet sich ein rasch mutierender literarischer Lurch aus, der binnen weniger Stunden ganze Bibliotheken vernichten kann.
Beim hier angeführten Beispiel wurde im Windkanal der renomierten Stamser Ski-Schule die Wortkombination der geschriebene staub getestet.
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wirklich beeindruckend.17.11.08 @ 18:59hinweis
Vor allem, wenn man bedenkt, dass dasselbe permanent mit noch ungeschriebenen Gedanken passiert, die es aus ebendiesem Grund gar nie in eine Bibliothek schaffen. Meine eigene gesamte Doktorarbeit (das Thema war damals eine sensationelle Entdeckung, ist mir aber verständlicherweise entfallen) fiel seinerzeit einer derartigen Lurchbildung im Kopf zum Opfer. Meine in der Folge geschriebene wissenschaftliche Abhandlung über das Phänomen des Gedankenlurchs wurde von der Universität nicht akzeptiert, ja, sogar von einem Professor - dessen Namen ich hier nicht nennen möchte - wörtlich als "Schwachsinn" titulert.
Das war eine schwere Zeit für mich damals, vor allem, da ich schon fix damit gerechnet hatte, meinen Namen um einen akademischen Titel verschönern zu können.
Die besagte Arbeit habe ich übrigens während einer Phase, in der sich in meiner Wohnung wiederholt Papierlurche bildeten, verlegt. (nicht in einem Verlag, ich kann sie nicht mehr finden).
Ich habe Jahre gebraucht, um mich von dieser Niederlage zu erholen, und auch an den Inhalt der verlegten Arbeit kann ich mich so gut wie gar nicht erinnern.
Jedem, der wichtige Gedanken mit sich herumträgt, rate ich daher, diese schnellstmöglich im Internet zu posten, damit sie nicht in einem Gedankenlurch verlorengehen.