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Der delikate 20.10.08 @ 21:56 rudL

Der delikate

Allein der Gedanke Vogelspinnen, Maden, Affenhirne etc. zu verzehren, löst bei vielen Menschen Ekel aus, aber die bloße Vorstellung einen über Monate oder sogar Jahre gewachsenen Lurch zu essen ist wohl der Gipfel kulinarischen Wahnsinns. Dennoch gibt es nachweislich Gegenden in denen es bis heute Brauch ist 2-3 mal jährlich zu ernten und zu essen, Mahlzeit!

Kommentar hinzufügen (5)

Stunt Punkt22.10.08 @ 08:35derMob

Meine Herren,
als sonderlich aufregend kann ich diesen Artikel nicht betrachten, da es hinlänglich bekannt ist, dass Lurch gegessen werden. Woher würden Ausdrücke wie: „Du hast Haare auf den Zähnen“ oder „ich habe einen Frosch im Hals“ wohl sonst kommen. Das wahrlich sensationelle an diesem Foto sieht man erst bei zweiter Betrachtung.
Es scheint nämlich gelungen zu sein den weltbekannten österreichischen Stunt Punkt privat bildlich festgehalten zu haben. Er zählt zu den Schwerverdienern in der Branche und gilt als privat als ziemlich scheu. Zu seinen Auftraggebern zählten unter anderem Marilyn Monroe, Cindy Crawford. Derzeit bäckt er kleinere Brötchen und tritt regelmäßig im zweiten Fernsehprogramm des ORF auf in „Vera“ und „Die Barbara Karlich Show“ und tut was er kann.

schon probiert?22.10.08 @ 10:46rudL

Mein lieber derMob, das klingt ja beinahe so als wäre es das normalste auf der Welt Lurche zu essen! Ich bin entrüstet und habe Sie schwer im Verdacht den Geschmack von Zehennägeln/ Spinnenbeinen/ Mensch und Katzenhaaren/ Insektenkot und dergleichen mehr im Feinstaubgebinde gut zu kennen! Ist dem so?

@schon probiert22.10.08 @ 11:56derMob

rudL: allein das Wissen darüber, dass etwas verzehrt wird, heisst noch lange nicht, dass man es selbst probiert hat. Ich weiss zum Beispiel, dass Mammuts gegessen wurden, habe aber noch keines probiert.
Deshalb muss ich leider feststellen, dass Ihr Schluss von meinem Wissen auf meine Erfahrung nicht zulässig ist, was aber nicht heisst, dass ich nicht doch schon meine Erfahrung mit Lurchknödel habe.

friss Dreck!...21.10.08 @ 23:54hinweis

...ruft mancher im Zorn seinem Feinde zu, ohne zu bedenken, dass der Verzehr einer gewissen Menge von Schmutz (rund ein Kilogramm pro Jahr, sagt der Volksmund) zur Stärkung des Immunsystems unbedingt erforderlich ist.

Was wir freilich nicht hoffen wollen ist, dass hier der eine oder andere Gesundheits- oder Wellnesspapst auf falsche Gedanken kommt und einen Trend zum Lurchessen zu erkennen glaubt. Dann können wir nämlich bald fettfreies Lurchjoghurt (natur oder mit Yogatee-Geschmack) für 9,90 das Achterl im Reformhaus kaufen, und müssen im Fernsehen Telefongespräche von erleichterten Mittzwanzigerinnen mithören, die mit Lurch ihren stockenden Stuhlgang wieder in Schwung bringen konnten.

Ich sage nur, wer hier unachtsam irgendwas postet, der braucht sich hinterher nicht über die Konsequenzen wundern. Ich kann nur immer wieder darauf hinweisen.

Der feine Unterschied ...21.10.08 @ 14:21herbert

Eine bizarre Speisekarte, auf der sich neben Maden und Vogelspinnen auch Affenhirne befinden. Während Maden und Vogelspinnen zur Gattung der ungewöhnlichen Speisen zählen, wie auch Schnecken und Käfer, gehören Affenhirne nämlich zur Gattung der Dekadenz-Gastronomie. Sie stehen in einer Reihe mit Froschschenkeln, da man ja ein Wesen abschlachtet um einen unwesentlichen Teil davon zu verzehren. Und da Affen dem Menschen sehr ähnlich sind, könnte man Affenhirn auch mit dem Verzehr von Menschenpenis vergleichen, zumal behauptet wird, dass der männliche Mensch mit diesem denkt. Da man aber dafür den Begriff Kanibalismus zur Verfügung hat, sollte man einen Unterschied zwischen Affenhirn und Menschenpenis machen.
Eben diesen Unterschied will ich auch auf Speisekarten erkennen, auf denen der Lurch steht, weil der Lurch wie auch Maden und Vogelspinnen als echte Delikatessen im Ganzen verzehrt werden, ohne, dass ein toter Körper anfällt, der stinkender Zeuge einer grässlichen Bluttat wird.

Im übrigen kann ich empfehlen den Lurch durchs Mehl zu jagen, bevor man ihn in Knoblauchbutter knusprig anbrät. So behält er seine füllige Form in der Pfanne.

HR

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